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Whow, war das eine tolle Aktion!
Erstmalig hat der Stamm die Pfadfinderinnen und Pfadfinder aller Stufen mit ihren Eltern, Geschwistern und Freunden zu einem Stammeszelten im Scout Forest eingeladen. Und siehe da, eine überwältigende Anzahl von Anmeldungen lag bei Anmeldeschluss vor. Zugegeben, nicht alle Gruppenleiter hatten sich Zeit für unsere Aktion genommen, dafür waren um so mehr Eltern dabei. Darüber haben wir uns besonders gefreut. So konnten wir während dieser Über-Nacht-Aktion mit lustigen und spannenden Stunden einen kleinen Einblick in die Lagerwelt der Pfadfinder geben.

Viele Eltern hatten leckere "Futterspenden" - Salate, Frikadellen u.v.m. - mitgebracht, ohne die wir wahrscheinlich verhungert wären. Architekt und Bauunternehmer Reinhard Gantefort sponserte die (eigentlich gar nicht zu Pfadfindern passende) Toilettenkabine. Und Petrus spendierte uns wie bestellt eine wunderschöne milde und sternenklare Nacht und einen warmen Samstagmorgen mit viel Sonnenschein. Mit all' diesen freundschaftlichen Hilfen konnte unsere Aktion ja nur gelingen.

Übrigens: Für alle Interessenten stellt Simon Gedding eine CD-ROM mit den an diesem Wochenende geschossenen digitalen Fotos zur Verfügung. Eine kleine Auswahl daraus zeigen wir hier auf unseren Seiten.

Freitag
Es begann "offiziell" am Freitagabend gegen 18.00 Uhr mit dem Aufbau einiger Kleinzelte (die vorbereiteten drei Sahara-Zelte vom Stamm boten nicht genügend Platz). Nach dem Einräumen der Siebensachen wurde das fachgerecht aufgebaute Lagerfeuer angezündet, das unter ständiger Aufsicht von Holger, Simon, Sebastian und anderer alter Pfadfinderhasen bis zum nächsten Morgen mit mitgebrachtem Kaminholz brannte (ein Feuerlöscher stand zur Vorsicht in der Nähe). Anschließend gab's am Buffet genügend Auswahl für ein schmackhaftes Abendessen. Stockbrot backen macht Spaß, und es schmeckte vor allem den Wölflingen, die die zum Teil angekokelten Teigrollen mit Vergnügen verzehrten oder ihren Eltern als Selbstgebackenes anboten. Mit Saft, Sprudel und Bier waren alle bis zum Einbruch der Dämmerung gut gesättigt.
Dann griff Peter zur Gitarre und aus den Michelrieth-Liederbüchern sangen alle lauthals mit. Bis zum Dunkelwerden gegen 22.00 Uhr saßen wir am flackernden Feuer in geselliger Runde bei interessanten Gesprächen und lustigen Witzchen zusammen. Es war spät genug, an die Nachtwanderung zu denken und so las Marion zur Einstimmung ein paar Gruselgeschichten vor.


Die Nachtwanderung
Bevor es losging, wurden die Anwesenden in drei Gruppen geteilt und die ersten zogen hinaus in die dunkle Nacht (natürlich ohne Taschenlampen!). Im Abstand von ca. 20 Minuten starteten die beiden weiteren Gruppen. Mit mulmigem Gefühl im Bauch suchten wir die "Geister, die uns plagen, um sie zu verjagen". Das ging natürlich am besten mit viel lautem Geschrei.
Da stand zum Beispiel ein Sensemann, der von der anderen Seite der Aa geisterhaft zu uns herüber winkte. Dann kamen wir an einem mittelalterlichen Friedhof mit vielen roten Lichtern vorbei, auf dem ein Totengräber (der übrigens verblüffende Ähnlichkeit mit Bolle hatte) ein imaginäres Grab schaufelte. Unheimliche Musik aus dem Film "Dracula" begleitete diese Szene. Ein wenig später raschelten die Büsche und uns bespuckte ein Wassergeist von hinten mit dünnem Strahl. Die letzte Gruppe wurde aus einem Maisfeld heraus noch fürchterlich erschreckt. Nachdem alle Gruppen gegen Mitternacht wieder zurück waren, wurde natürlich lautstark über die unheimlichen Erlebnisse berichtet bis man so nach und nach zum Schlafen in den Zelten verschwand. Nur Simon und Sebastian hielten durch bis morgens früh und bewachten das Feuer und unseren Schlaf.

Samstag
Dass wir im Pfadfinderlager mit Gitarrenmusik geweckt werden, erlebt man auch nicht alle Tage. "Laudato Si" brachte uns nach der kurzen Nacht wieder auf Trab. Waschen konnten wir uns, wenn überhaupt, mit Wasser aus Kanistern, die uns Klaus Ciethier mitgebracht hatte. Der Frühstückstisch war bereits gedeckt, als kurz nach 8.00 Uhr von einigen Müttern die ersten Kannen mit heißem Kaffee gebracht wurden. Bei Kaffee, Kakao, Saft und Brötchen mit Nutella oder Marmelade kehrten auch die Lebensgeister der zum Teil übermüdeten Waldbewohner zurück.

Das Schützenfest
Im Anschluss an das Frühstück mobilisierte Twix alle Anwesenden für das diesjährige Pfadfinder-Schützenfest. Auf einen Holzvogel, in den Luftballons eingelassen waren, wurde mit Dartpfeilen geworfen. Den Apfel holte Laura Renners (mit Ehrendame Inga Reining), die Krone holte Jennifer Frantz (mit Ehrendame Ann Deelmann) und das Zepter holte Kai Greving, der auch zum guten Schluss den letzten Ballon zum Platzen brachte und somit Schützenkönig wurde. Es gibt sogar eine kleine Film-Sequenz vom Königsschuss. Zur Königin kürte sich Kai mit kräftigem Überredungsaufwand seinen kleinen Bruder Jan. Nach dem Fototermin startete mit lautem Topfdeckelschlagen der obligatorische Umzug durch den Scout Forest (die armen Waldhasen hielten sich bestimmt die Löffel zu).

Abschluss
Bei strahlendem Sonnenschein wurden im Anschuss an das Schützenfest die Sachen zusammengepackt, die Zelte abgebaut und der Wald gefegt. Ein wenig Gitarren-Unterricht für den musikalischen Nachwuchs gab's gratis und machte viel Spaß. Alle waren beim Abschied einer Meinung, dass dieses Stammeszelten und das Schützenfest eine gelungene Sache waren. Mit Fahrrädern und Autos ging's dann nach Hause unter die Dusche und wahrscheinlich zu einem kleinen Mittagsschlaf.
     
   
   
   
   
         
     
   
       
 
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Stand: 17.02.2017