Quo Vadis!

Erschienen am 30. September 2019 in Aktionstag

Gerold

 

Unser diesjähriger Aktionstag wurde aufgrund des Haiks auf ein ganzes Wochenende ausgedehnt. Warum fragt Ihr euch nun? Lest weiter und Ihr erfahrt die Hintergründe.

Aber was ist eigentlich dies Haik?

Der Haik (auch Hajk, Pfadfinderlauf, Haijk vom englischen Hike – „Wandern“) ist eine aus der schwedischen Pfadfinderbewegung kommende Art des Orientierungslaufes, die von Jugendgruppen als Teil der pädagogischen Methode übernommen wurde. Während der ursprüngliche Haik ein hartes Training darstellt, bei dem die Haikgruppen mehrere Tage lang in der Wildnis auf sich selbst gestellt die ihnen übertragenen Aufgaben zu lösen haben, stellt der Haik bei Jugendgruppen heute meist eine Art von Geschicklichkeits- und Aufgabenlauf dar. Jugendliche sollen auf dem Weg zu einem festgelegten Ziel verschiedene Aufgaben im Wettkampf mit anderen Haikgruppen lösen. Teilweise wird das Wort Haik auch schlicht für die Bezeichnung eines gemeinsamen Wanderns zu einem bestimmten Zielpunkt genannt.

Mit durchweg positiver Resonanz wurde unser letzter Haik im Herbstlager 2018 von den Kindern und Leitern absolviert vgl. Beitrag 3. und 4. Tag Herbstlager 2018.

Der Wunsch, in diesem Jahr auch an einem Haik teilnehmen zu können war so groß, dass wir das großartige Herbstwetter am Wochenende vom 21.09 bis 22.09.2019 genutzt haben. Mit Sack und Pack sind wir am späten Samstagmorgen am Lünsberg in Borken gestartet, haben die Hombornquellen links liegen gelassen und sind in der ersten Etappe über schmale und sandige Wanderwege des alten Bundeswehrgeländes, abseits von Straßen, bis zum Hügelgräberfeld bei Ramsdorf gewandert. Natürlich haben wir auch eine Pause eingelegt. Schließlich mussten wir alles tragen, was wir die kommenden beiden Tage benötigen würden. In der Pause konnten wir dann noch bestaunen, wie eifrig eine Sandwespe (Ammophila) sein kann, wenn sie sich eingräbt. Mit recht zügigen Schritten haben wir nach der Pause den Knüverdarp hinter uns gelassen und sind nach der Ortsdurchquerung in Velen schon am Ziel angekommen. Dass wir für die rund 14 km inklusive der einen oder anderen Pause nur rund 4 Stunden gebraucht haben, ist recht beachtlich. Dürfen wir doch nicht vergessen, dass auch eine 7 jährige mit vollem Marschgepäck angekommen ist. Am Lagerfeuer haben wir den schönen Tag Revue passieren lassen und konnten uns mit Stockbrot und Würsten für die Nachtruhe stärken, so dass um Mitternacht alle Teilnehmer müde in Ihre Schlafsäcke gekrochen sind. Na ja, nicht ganz alle.

Der Sonntag hat seinem Namen dann auch alle Ehre gemacht. Das Frühstück haben wir nämlich bei schönstem Sonnenschein genossen. Gegen Mittag war der Spaß vorbei und alle wohlbehalten zu Hause angekommen.

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